Eindrücke gewonnen, Punkte verloren: Reisebericht vom Gastspiel in Stuttgart

In aller Herrgottsfrühe starteten wir am Samstag im Kleinwagen gen Süden. Bis wir die Landesgrenze nach Baden-Württemberg erreichten, kamen wir gut durch den Verkehr. Dann aber nahmen Baustellen und Unfälle zu. Da es zwischenzeitlich bei Bruchsal gar nicht mehr voranging, rechneten wir schon damit, die Partie von Werder beim VfB komplett zu verpassen.

Dann aber gelangen wir gegen 14:30 Uhr zumindest an den Stadtrand von Stuttgart nahe des Porsche-Werks und konnten mit der S-Bahn zum Stadion fahren. Um 15:00 Uhr kamen wir am schließlich an der Mercedes-Benz-Arena an. Nach weiteren 25 Minuten erreichten wir am Gästeblock die intensive Einlasskontrolle. Im Gästeblock fanden wir uns in Spielminute zwei ein und erlebten eine gute Bremer Mannschaft, die überlegen war und dennoch nach einem Traumpass von Didavi das 0:1 durch Donis kassierte. Noch vor der Pause kassierte Bremens Innenverteidiger Milos Veljkovic völlig zurecht nach zweifachem Trikotziehen die Ampelkarte.

In Rückstand und Unterzahl ging es in die Pause, die aufgrund der langen Schlagen am Versorgungsstand leider nicht mit Bratwurst überbrückt werden konnte. Zuvor konnten wir immerhin jeweils ein Bier ergattern.

In Hälfte zwei machte weiter Werder – obwohl in Unterzahl – Druck. Insbesondere Osako und Sahin glänzten mit Ruhe am Ball, Übersicht und technischer Finesse. Der Pfosten verhinderte den Ausgleich durch Maxi Eggestein. Das Bremer Tor zum Ausgleich erzielten die Stuttgarter nach einem Einwurf dann selbst, da VfB-Keeper Zieler das Spielgerät noch entscheidend vor der Torlinie berührte. Sonst hätte es nur Eckstoß gegeben.

Bremen machte weiter Tempo und wechselte offensiv. Der damals noch 39-jährige Claudio Pizarro traf erneut den Pfosten, ehe das Team mit dem Brustring durch Castro einen seiner vielen Konter zum Siegtreffer vollendete. Die Gastgeber ließen in der Schlußphase mehrere Chancen fahrlässig liegen, Bremen kam aber nicht mehr zum Ausgleich.

Der Gästeblock feierte das Team des SVW für die couragierte Leistung, trotz der Niederlage des tabellarischen Favoriten. Die Stimmung im Stadion, das architektonisch zu gefallen wusste, war insgesamt gut.

Die mitgereisten Fanclub-Mitglieder traten nach dem Abpfiff den Weg zum 173. Canstatter Wasen an. Dort wurde bei Bier und Roter (Bratwurst) das Spiel analysiert, ehe sich die Ahoi-Crew-Mitglieder auf den Heimweg bzw. auf den Weg ins Hotel machten.

Am nächsten Morgen ging es – wieder begleitet von mehreren Staus und Unfällen – zurück nach Norddeutschland. Am Abend trafen wir übermüdet und voller (bis auf die Staus) schöner Eindrücke wieder in Osnabrück ein.

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