Sahnetag an der Leine: Geile Auswärtstour mit den GreenHorns

Neun Leute, ein Bulli, Sonnenschein und ein Ziel vor Augen: Drei Punkte aus Hannover mitnehmen. Dank toller Organisation der GreenHorns bot sich für drei Leute unseres Fanclubs die Möglichkeit, aus Osnabrück zum Bundesligaspiel zwischen Hannover 96 und dem SV Werder Bremen abgeholt und wieder zurückgebracht zu werden.

Mittags ging es bereits mit guter Stimmung los. Zwei Stunden vor dem Anpfiff trudelten wir nach lustiger Fahrt bei strahlendem Sonnenschein und angenehmen Temperaturen in Hannover ein. Dort trafen vor dem Stadion am Werder-Fanmobil und in der HDI-Arena auf weitere Mitglieder beider Fanclubs. Der Bremer Anhang, geschätzt 7.000 bis 8.000 Bremer Schlachtenbummler, fiel ab der ersten Spielminute durch lautstarke Unterstützung auf.

Werder spielte deutlich formverbessert gegenüber den Vorwochen und dominierte die erste halbe Stunde. Gute Möglichkeiten der Dutt-Mannschaft blieben jedoch einmal mehr ungenutzt. So etwas bleibt im Profifußball selten ungestraft. Die Plausibilität dieser Binsenweisheit bewies Huszti, der mit einem Freistoß durch die löchrige Bremer Mauer die unverdiente Führung für Hannover markierte. VieGruppenbild Hannover GreenHorns Ahoi-Crewle Werder-Fans fanden sich wohl geistig schon damit ab, dass es an diesem Tage nichts mit einem Dreier werden würde. Jedem Kopfrechner wurde klar: Eine Niederlage in Hannover würde Werder in akute Abstiegsnot bringen, da die ausstehenden Gastspiele in Mainz, München und Leverkusen sicherlich keine Kaffefahrten werden, auf denen die Punkte locker eingefahren werden können. Zudem kommt als nächste Mannschaft die Knappenelf vom FC Schalke an die Weser.

Bremen ging mit einem Rückstand in die Pause. Fans, Mannschaft und Trainer war klar, dass jetzt alles gegeben werden musste. Mit dem Dauersupport der Werder-Fans in Ohr und Rücken überstand Werder die gute Phase der Roten nach der Pause. Nach einer starken Vorarbeit des agilen Elia war es di Santo vorbehalten, den verdienten Ausgleich für Werder zu erzielen. Werder wurde fortan besser, ließ aber immer wieder Räume für Gegenstöße der Hannoveraner zu. Werder-Kepper Wolf war es, der unter anderem gegen den Ex-Bremer Andreasen stark klärte, dem bei einem Sololauf auf das Bremer Tor schlicht Ruhe und Übersicht fehlten. Ein Weltklassespieler hätte die Kugel wohl am herauseilenden Bremer Fänger vorbei in eine der beiden Torecken geschoben. Nun gut, das sind nicht unsere Bohnen.

Besser machte es Grün-Weiß. Angepeitscht von den Sprechchören der mitgereisten Fans erzielte Innenverteidiger Prödl das 2:1 – genau vor der Bremer Kurve. Was für ein Schlusspunkt unter ein gutes Bremer Auswärtsspiel, welches stark an die Partie in Nürnberg erinnerte. Bremen erkämpfte und erspielte sich wichtige drei Punkte im Kampf um den Klassenerhalt.

Mit heiseren Stimmen machten sich Ahoi-Crew und GreenHorns nach dem Spiel auf dem Weg zum Auto. Nach kurzen Wechselgesängen mit dem vorbeilaufenden Tross der Bremer Bahnfahrer fuhren die Werder-Fans aus Damme und Osnabrück auf die Autobahn in Richtung Dortmund.

Durch den Stopp bei einer Burgerbraterei aus den USA und einer in einer alten RTL-Show verballhornten Geflügelkette mit drei Buchstaben gestärkt, erreichte man gegen 22:30 Uhr Osnabrück. Die sichere wie humorvolle Fahrerin brachte alle Grün-Weißen sicher über sieben Brücken nach Hause.

Die Ahoi-Crew sagt „Danke“ für eine tolle Fahrt, einen total lustigen Sonntag, gigantische Stimmung und einen ganz wichtigen sportlichen Dreier.

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